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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 19:55 (vor 2 Tagen) @ markus
bearbeitet von Gargamel09, Samstag, 18.07.2026, 19:58

Ich finde es katastrophal, dass ein bekannter, deutscher Politiker allen Wählern vor Augen führt, dass man deutsche Gesetze umgehen kann, wenn man genug Geld hat, um dann eben im Ausland eine Leihmutterschaft zu "kaufen".

Dass der Kinderwunsch legitim und verständlich ist - ist klar. Nur hätte er mit Entschluss zu diesem Schritt konsequent sein politisches Mandat niederlegen müssen. Wer sich der Gesetzgebung bewusst entzieht, kann nicht länger ein Teil von ihr sein. Ist für mich eigentlich ein eindeutiger Fall.

Es ist nach deutschem Recht offensichtlich nicht verboten, das in den USA zu tun. Wir reden hier über eine rein moralische Ebene. Und Jens Spahn ist offensichtlich kein Einzelfall.

An einen Politiker werden nun mal andere Maßstäbe angelegt. es gibt auch Länder, da ist Drogenkonsum erlaubt, wenn es hier verboten ist und ein Politiker sich im Ausland zudröhnt, ist das dort nicht verboten, wird ihm hier aber auf die Füße fallen, wenn er zuvor einem Beschluss/Gesetz zugestimmt hat, das diesen verbietet. Privatpersonen können sagen, legal, illegal, scheißegal, ein Politiker in der Position kann - besser gesagt sollte - das eben nicht.


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