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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

CF, Mittwoch, 22.07.2026, 12:02 (vor 8 Stunden, 36 Minuten) @ Scherben


Und eins steht für mich fest: Gott hat in dieser Diskussion rein gar nichts zu suchen.


Für einen Christen schon.


Ich bin weder in der Kirche noch könnte man sagen, dass ich gläubig bin, aber wenn man die Kirchen von solch fundamentalen gesellschaftlichen Diskussionen ausschließt, werden die Ansichten eines sehr großen Teils der Bevölkerung ignoriert. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Aber wie soll das praktisch laufen? Man kann ja kaum mit "Gott" als Argument kommen, und das leuchtet dann auch den Leuten ein, die nichts mit Kirche und Religion am Hut haben.


Die Kirche vertritt halt gewisse Wertvorstellungen bzw. legt diese aus anhand der Bibel meinetwegen. So wie andere Gruppierungen halt auch ihre Ansichten vertreten. Wenn ein Thema eine gesamtgesellschaftliche Brisanz besitzt, kann man ja durchaus gesamtgesellschaftliche Ansichten anhören zu diesem Thema. Wie man das danach auch immer gewichtet und einordnet. So sehe ich u.a. die Aufgabe der Politik.


Dagegen habe ich auch nichts.

Der Punkt war aber, dass irgendwas "von Gott vorgegeben" sei, und auf der Ebene wird man gesamtgesellschaftlich kaum sinnvoll kommunizieren können.

Für mich ist das "von Gott vorgegeben" gleichbedeutend mit der Interpretation und Auslegung der Kirche. Aber ja, losgelöst davon gibt es da schlicht keine Diskussionsbasis.


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