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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 13:55 (vor 9 Stunden, 22 Minuten) @ Litze80


Also geht es im Kern doch nicht um die Frage, ob man gut bezahlte, freiwillige Prostitution grundsätzlich erlauben dürfte, sondern darum, ob man diese erst dann grundsätzlich erlauben sollte, wenn sie so reguliert ist, dass auch wirklich nur gut bezahlte, freiwillige Prostitution stattfindet und man die illegale direkt erkennt und sanktionieren kann.


Und wer soll illegale oder unfreiwillige Prostitution „direkt erkennen“? Gerade Ausbeutung lebt davon, dass sie nach außen freiwillig erscheint. Ich glaube nicht, dass sich ein Markt schaffen lässt, in dem man freiwillige Prostitution sauber von Ausbeutung trennen kann. Gesetze sollten sich nicht an den wenigen privilegierten Fällen orientieren, sondern an der Realität derjenigen, die am verletzlichsten sind.

Verstehe es bitte eher als "philosophischen" Beitrag.

Ich finde es macht einen großen Unterschied, ob man Praxis xyz verbieten will, weil sie einem aus ideologischen Gründen nicht passt, obwohl im Idealfall niemand zu Schaden kommt, oder ob man Praxis xyz verbieten will, weil man sie nicht so zu regulieren können glaubt, dass im Regelfall auch wirklich niemand zu Schaden kommt.


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