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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Foreveralone, Dortmund, Dienstag, 21.07.2026, 20:13 (vor 7 Stunden, 49 Minuten) @ majae
bearbeitet von Foreveralone, Dienstag, 21.07.2026, 20:19

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?


Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.


Es ist eben keine echte Freiwilligkeit, wenn man sich nicht gerne von fremden Fingern begrabschen lässt. Frauen die hier finanzielle Probleme haben, weil sie keine berufliche Qualifikation haben, gehören vom Staat entsprechend unterstützt.

Darüber hinaus kann das für unsere Gesellschaft kein Argument sein bzw finde ich das eher traurig. Mit echter Emanzipation hat das nämlich nichts zu tun. Den eignen Körper aus Not für Sex zum Verkauf hergeben, ist mit harter Schufterei aufm Feld nicht vergleichbar. Es ist die komplette Entwürdigung.

Dabei möchte ich die Prostitution nichtmal zwingend nach dem nordischen Modell abschaffen, aber mindestens flächendeckend auf das Escort-Niveau anheben, also mindestens 200-300€ die Stunde, plus Grundgebühr
Noch dazu sollte das Gewerbe ausschließlich selbst von einer Frau betrieben werden, mit Register, Personalien des Freiers aufnehmen, usw.

Und ganz wichtig: die Frauen enstcheiden selbst, ob sie einen Freier ablehnen oder nicht.


Wer das als Mann nicht bezahlen oder akezpetieren kann, der sollte entweder seine Ansprüche herunter schrauben oder seine Fünf Finger benutzen.

Die Hürden für bezahlten Sex müssen höher als das hiesige Waffengesetz sein.

Es wird die Illegalität nicht komplett abschaffen, deswegen gehören Strafen um illegale Prostitutio in Anspruch zu nehmen, auch verschärft. Aber strafbar macht sich hier nur der Freier.


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