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Der Fall Spahn - oder wenn die Karriere an der CDU scheitert (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:02 (vor 1 Tag, 7 Stunden, 58 Min.) @ haweka

In seiner Erklärung schreibt er: Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte.

Er hatte also von seiner CDU-Fraktion etwas anderes erwartet. Völlig zu Recht. Maskengeschäfte, Vetternwirtschaft und Kungelei haben die CDU nicht gestört. Es gab keine Rücktrittsforderungen. Nicht aus dem Sauerland und nicht aus Bayern, und von daher konnte er schon damit rechnen oder darauf hoffen, dass die Zahl seiner Unterstützer groß genug ist, ihn weiter im Amt zu halten.

Jens Spahn ist nicht an einer Gruppenmoral gescheitert, sondern daran, dass die Diskrepanz zwischen seinem Anspruch an die Gesellschaft und dem persönlichen Agieren zu durchschaubar war und diese Diskrepanz auch für die gesamte CDU-Politik sichtbar wird.

Jens Spahn ist nicht als Lebensmodell gescheitert, sondern als Jens Spahn.

Er scheint hier aber auch einigermaßen dümmlich zu sein.
Hier geht es ja ganz konkret darum, dass die Union, und er auch ganz konkret persönlich, dafür geworben haben, eine Leihmutterschaft in Deutschland gesetzlich zu verbieten. Nur, um es dann nonchalant zu unterlaufen, im eigenen Privatleben. Wenn man ernsthaft glaubt, dass so etwas durchgehen kann, dann können wir hier den Parlamentarismus und Rechtsstaat auch einfach über Bord werfen.


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