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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Samstag, 18.07.2026, 22:43 (vor 2 Tagen) @ Habakuk

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in jeder Partei Leute gibt, die bei diesem oder jenem Thema komplett konräter Meinung sind, aber einfach die Fahne mitschwenken, um dabei zu bleiben. Sind größtenteils alles Berufsopportunisten, die genauso wenig an den Bums glauben, die sie vorbeten.


Das ist aber stark vereinfacht. In einer Regierungspartei ist es schon wichtig, eine gewissen Fraktionsdisziplin einzuhalten, sons wird das Regieren schon bald unmöglich. Und eine kleine Zahl von Abweichler kann ja durchaus toleriert werden, sofern die Mehrheitsverhältnisse das hergeben. Es ist natürlich auch erlaubt, die eigene abweichende Meinung zu äußern.

Im Fall Spahn ist die Lage aber anders. Er hat ja nicht einfach eine andere Meinung zu dem Thema, sondern er handelt aus rein privatem Interesse gegen die Linie der Fraktion, und das noch als deren Vorsitzender. Damit konterkariert er das eigene Gesetz.

Das stimmt. Und es stimmt auch, dass der Fall Spahn sehr extrem ist.
Aber ohne jetzt auf Namen oder Themen einzugehen, und das findet man sicherlich auch in jeder Partei, gibt es sicherlich Situationen, bei denen nicht nur der/die Durchschnittsdeutsche die Augen verdreht, sondern auch hochrangige Parteimitglieder. Sicherlich auch bei Personen oder Themen, die relativ fundamental sind, man dann aber doch die eigene Partei-Karriere vor Augen sieht und eben "mitsalutiert": :-)


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