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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

Ulrich, Montag, 20.07.2026, 10:54 (vor 21 Stunden, 50 Minuten) @ CF

Bei Stichwahlen auf kommunaler Ebene wählen eben auch SPD- oder Grüne-Wähler im Zweifelsfall den CDU-Kandidaten, wenn die Alternative AfD heißt. Auch bei Landtags- oder Bundestagswahlen ist die Mehrheit immer noch gegen die AfD, aber diese Mehrheit verteilt sich halt und dadurch kann die AfD eine prozentuale Mehrheit erringen. Ohne Koalition wird es aber wohl auch nicht gehen und jedem kleineren Koalitionspartner muss von vornerein klar sein, dass er der Sündenbock sein wird.

Es fällt in der Tat auf, dass so gut wie immer eine Mehrheit auch in Ostdeutschland AfD-Leute nicht als Bürgermeister, Landräte, etc. sehen wollen. Mein Eindruck ist sogar, dass es Menschen gibt, die zwar der AfD als Partei bei Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen ihre Stimme geben, nicht aber konkreten AfD-Politikern, die für politische Ämter antreten, bei denen es um die konkrete Leitung einer Kommune oder eines Landkreises geht. Als Bürgermeister oder als Landrat will man diese Menschen nicht.

Für eine Koalition mit der AfD steht höchstens das BSW zur Verfügung - falls es den Sprung in ein Landesparlament schaffen sollte. Und selbst diese Retortenpartei droht dieses Thema zu zerreißen.

Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt knapp vor der absoluten Mehrheit stehen, dann würde eher die Gefahr bestehen, dass einzelne CDU-MdLs die AfD unterstützen würden. Am einfachsten wäre das bei der Wahl des Ministerpräsidenten, die findet geheim statt.


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