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Erfahrungen von Leihmüttern und betroffenen Kindern (Politik)

Trainer09, Bochum, Dienstag, 21.07.2026, 17:43 (vor 10 Stunden, 19 Minuten) @ CF

Ich sage mittlerweile ganz deutlich, dass ich das Thema ächte. Ich kannte das Thema vorher nicht wirklich. Jetzt, nachdem ich mich etwas eingelesen habe, bin ich jedoch ziemlich schockiert, um was es sich tatsächlich handelt. Bei der altruistischen Leihmutterschaft kann ich noch mitgehen, aber spätestens bei der kommzerziellen Leihmutterschaft ist die Grenze zum Menschenhandel für mich überschritten. Laut Definition der EU muss noch "Ausbeutung" ein Kritierum sein, aber 1.) ist das in der Praxis ohnehin fast immer gegeben und 2.) ist das Verfahren "Zahlung gegen Kind" auch so schon pervers genug. Da interessiert es mich auch nicht mehr, ob schwule (oder andere) Paare einen erfüllten Kinderwunsch haben. Für diese Ansicht kann man mich gerne steinigen, ich stehe aber dazu. Ich bin wahrlich kein konservativer Christ oder so. Ansonsten vertrete ich auch sehr liberale Ansichten - von Drogen bis Prostitution. Doch hier wird meiner Meinung nach einfach eine Grenze überschritten, die man nicht überschreiten sollte.


Also du bist der Meinung, dass die Schaffung der Möglichkeit von Leihmutterschaften in allen erdenklichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geächtet gehört?


Ich für meinen Teil vertraue nicht auf die Fähigkeit der Politiker, diese Gesetze und Rahmenbedingungen zu schaffen und umzusetzen, die man theoretisch konstruieren würde. Wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn die Umgehung von Gesetzen nur materiellen Schaden nach sich zieht, ist das eine Sache. Und machen wir uns nichts vor: nahezu jedes Gesetz kann mit den entsprechenden Mitteln (Geld) umgangen werden. Wenn aber Menschen - hier konkret Leihmütter - zu den Leidtragenden gehören, ist es eine andere Sache. Da ist dann auch für mich die Grenze überschritten.


Du verbietest lieber pauschal gerne? Sorry, aber ich hab ein anderes Staatsverständnis.


Nein, nicht pauschal. Wie kommst du darauf? Es geht hier um ein konkretes Thema.


Es gibt doch Länder um uns herum, die politisch die Rahmenbedingungen für ähliche Eingriffe schon gesetzt haben (Thema: Spende). Warum sollte das der deutsche Staat nicht schaffen (das ist deine Meinung). Das ist originäre Aufgabe des Staates.


Dann wären wir wieder bei dem altruistischen Thema weiter oben. Da wäre ich dabei. Das hier viel diskutierte Beispiel ist aber ein anderes und darauf beziehe ich mich.

Also das kommerzielle Leihmuttergeschäft wie in den USA kann ja kaum einer gutheissen. Ich wüsste aber auch nicht was dagegen spräche wenn eine geprüfte Leihmutter mit 15.000 Euro oder ähnlichem entschädigt(!) würde. Würde das ein Arzt nach GoÄ abrechnen würde das ne Mio. kosten ;-)


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