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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 10:36 (vor 47 Tagen) @ Foreveralone

Hier eine weitere Perspektive. Brosius-Gersdorf ist Verfassungsrechtlerin und vertritt die Auffassung, dass das Verbot nicht im Einklang mit dem Grundgesetz ist.

"Die Union will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist. Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht."
(…)
Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, ein Recht auf Rauchen und Alkoholtrinken, auf Hochrisikosport. "Deswegen sehe ich gute Gründe dafür, die Leihmutterschaft auch in Deutschland zu legalisieren", sagte die Juristin.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101352062/jens-spahn-brosius-gersdorf-fordert-legalisierung-von-leihmutterschaft.html


Kann es sein, dass diese Diskussion im Strang in Position auf Pro Leihmuttercshaft vornehmlich von Leuten ausgetragen wird, die überhaupt keine eigenen Kinder haben?

Ich habe mich nicht sonderlich beteiligt, sehe aber den Punkt von Frau Brosius-Gersdorf. Letztlich würde ich auch noch weiter gehen und als Staat im Prinzip gar nichts verbieten, was im Kern individuelle Entscheidung ist. Ob man Kinder hat (wie ich) oder keine, spielt da doch letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Es geht im Recht ja in erster Linie um eine Güterabwägung. Wenn man das nicht kann, weil man emotional involviert ist, sollte man sich m.E. nicht beteiligen.


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