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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

Scherben, Kiel, Dienstag, 21.07.2026, 16:12 (vor 11 Stunden, 51 Minuten) @ Litze80


Verstehe es bitte eher als "philosophischen" Beitrag.

Ich finde es macht einen großen Unterschied, ob man Praxis xyz verbieten will, weil sie einem aus ideologischen Gründen nicht passt, obwohl im Idealfall niemand zu Schaden kommt, oder ob man Praxis xyz verbieten will, weil man sie nicht so zu regulieren können glaubt, dass im Regelfall auch wirklich niemand zu Schaden kommt.


Es geht nicht um "niemanden". Es geht um die große Masse, die bei Prostitution zu Schaden kommt.

Ich halte diese Frage für wirklich nicht einfach.

Zum einen ist Prostitution ein Spektrum, das von einer aus rein wirtschaftlichen Gründen eingegangenen Ehe über den ganzen Escort- und Fetischbereich, in dem m.W. in vielen Fällen bewusst und aus freien Stücken gearbeitet wird, bis hin zu erzwungener Prostitution und Frauenhandel reicht. Aus einer Güterabwägung heraus kann man z.B. begründet zu dem Schluss kommen, das in Deutschland genau das verboten ist, was verboten sein sollte.

Zum anderen halte ich in solchen Fällen immer für sehr billig, dass man das zu einem rein juristischen oder wahlweise einem ideologischen Thema macht. Das eigentliche Problem sind die vielen Männer, die sich wissentlich an erzwungener Prostitution beteiligen bzw. diese den Behörden nicht melden.


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