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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

markus, Montag, 20.07.2026, 22:55 (vor 11 Stunden, 16 Minuten) @ Gargamel09

Aus einer Vergütung und einem Vertrag folgt nicht automatisch, dass eine Frau keine Selbstbestimmung mehr besitzt oder nur noch „Mittel zum Zweck“ ist. Auch in vielen anderen Bereichen entscheiden Menschen aus finanziellen Gründen über Tätigkeiten, die ihren Körper oder ihre Gesundheit betreffen. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen diese Entscheidung getroffen wird.


Ich wüsste nicht, was physisch und vor allem psychisch einer Leihmutterschaft gleichkäme.
Vor allem was passiert, wenn die Mutter, und das ist sie, das Kind nicht hergeben möchte, weil das eben nun mal auch ihr Kind ist?
Wird sie unter Druck gesetzt?
Wird ihr das Kind bei der Geburt gleich weggenommen, damit sie bloß auf keine dummen Ideen kommt.
Eine Frau kann im vorhinein noch so abgeklärt wirken, was in den 9 Monaten mit der Frau passiert, kann niemand vorhersagen, egal wie vertraglich geregelt das alles ist und wie viel Geld fließt.
Das ist kein 0815 Job, der heute beginnt - am Nachmittag hast Du Feierabend und in 9 Monaten endet er.

Ein Vertrag bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jemand seine persönlichen Entscheidungen vollständig aus der Hand gibt. Eine Leihmutter bleibt selbstverständlich eine eigenständige Person mit eigenen Rechten.


Die eigentliche Frage ist daher nicht nur „Geld oder kein Geld“, sondern: Gibt es ausreichende Schutzmechanismen, damit eine Frau freiwillig, informiert und ohne unzulässigen Druck entscheiden kann?

Die Punkte, die du ansprichst, sind genau die Gründe, warum eine Leihmutterschaft nicht einfach ungeregelt stattfinden sollte.

Aber daraus folgt nicht automatisch, dass eine Frau ihre Entscheidung grundsätzlich nicht selbst treffen kann. Auch bei einer Adoption kann es Situationen geben, in denen eine Mutter nach der Geburt ihre Entscheidung bereut.

Deshalb wäre die entscheidende Frage: Wie gestaltet man die Rahmenbedingungen so, dass die Frau ausreichend geschützt ist, Beratung erhält und nicht unter Druck gesetzt werden kann? Ein Vertrag allein reicht sicherlich nicht.

Ein generelles Verbot löst diese Konflikte allerdings nicht unbedingt, sondern kann dazu führen, dass Menschen in Länder ausweichen, in denen die Bedingungen schlechter kontrolliert werden.


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