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Der Fall Spahn - oder wenn das eigene Lebensmodell an der Gruppenmoral scheitert (Politik)

Gargamel09, Sonntag, 19.07.2026, 10:50 (vor 1 Tag, 10 Stunden, 59 Min.) @ nico36de

Der Begriff Altpartei von dir?

Das sollte doch nun wirklich unter deinem Niveau sein.

Ich schreibe das so, wie ich es vernehme und da sind Begriffe wie Altparteien nun mal allgegenwärtig und das ich ja nicht meine Meinung, dass die Altparteien Wasser predigen und Wein trinken, sondern die Wahrnehmung derer, die die nun nicht mehr wählen und zur AfD oder ins Nichtwählerlager (leider nur sehr wenige) gewechselt sind.


Und dann auch noch in der Begrenzung des Handelns auf diese Gruppe geradezu absurd. Ist es in den "Altparteien" auch durchgängig üblich, die eigene Familie und die Familien der Parteigenossen mit Jobs zu versehen? Oder am laufenden Band dreiste Lügen zu verbreiten, wenn sie dem eigenen Populismus zugutekommen?

In den "Altparteien" ist Vetternwirtschaft jedenfalls nicht unüblich (gewesen), aber die AfD hat das nun immer angeprangert und macht es genauso, vllt. sogar noch ausgeprägter, aber schaden tut es der Partei nicht.

Merz hat vor der Wahl Dinge versprochen, die er sofort gebrochen hat, seine Umfragewerte sind auch deshalb so mies.
Guck Dir an, was allein Spahn für Skandale aufzuweisen hat, das etablierte Politiker so einen schlechten Ruf, liegt u.a. auch an solchen Typen wie ihm.
Und da kann ich Deine Frage von unten mit aufgreifen...

Kannst du mal erläutern, was aus der Sicht eines offensichtlichen AfD-Smpathisanten die "Altparteien" ausmacht und was davon der braune, in weiten Teilen gesichert rechtsextreme Haufen besser macht?

Ich kann Dir eine Begründung geben, warum die einen Höhenflug in den Umfragen hinlegen, klingt zwar banal, höre ich aber sehr oft - die anderen Parteien waren lange an der Macht, haben es aber nicht hinbekommen (da wird alles aufgezählt, was man sich vorstellen kann), hat "mir" persönlich nichts gebracht, nun sollte die AfD eben regieren.
Deren Politiker sind unbekannt, haben keine (großen) Skandale im Rucksack, deshalb glaubt man denen, dass sie etwas anders machen können und darum ist es auch wumpe, dass darunter Nazis sind. Mit dem Begriff Nazi verschreckt man auch kaum noch einen. Es gibt im Osten ein Phänomen (unter Jugendlichen), das nennt sich "Abhitlern" und das sind nicht mal nur Nazis, das passiert auch aus Gaudi. Wenn die jemand dann aufgrund der Symbolik Nazi nennt, zucken die mit den Schultern.
Die fahren auch gerne mit Höcke und Ulrich Simson.

Aber, und das wird auch der AfD früher oder später auf die Füße fallen, sollten sie in Sachsen-Anhalt regieren und nix auf die Reihe bekommen, dann geht es wieder bergab, denn das Gemecker hört nicht auf, weil plötzlich deren Traum wahr wird und die Afd regiert.
Wenn nix läuft, Versprechungen umgesetzt werden, es besser wird - wird es definitiv nicht, wie auch - dann kriegt auch die AfD den Unmut zu spüren.
Immer noch auf die anderen zeigen, dass man doch gar nicht so kann, wie denn möchte, verfängt dann nicht mehr - bei denen, die die aus Protest wählen, den harten kern wird man leider nicht mehr los, aber das sind keine 20, 30, 40%.


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