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Brosius-Gersdorf: Position der Union ist "paternalistisch" (Politik)

majae, Muc, Dienstag, 21.07.2026, 14:49 (vor 20 Stunden, 38 Minuten) @ Litze80

Du glaubst ehrlich, dass eine nennenswerte Zahl an Prostituierten ganz freiwillig (also ohne finanzielle Not oder Zwang) mehrfach am Tag ihren Körper zur Befriedigung fremder, häufig deutlich älterer Männer zur Verfügung stellt? Und findest du, dass eine Bezahlung von 50 - 100 EUR dafür eine angemessen ist?

Wie viel Prozent der aktuell geleisteten Arbeit würde wohl noch verrichtet werden, wenn keinerlei finanzielle Zwänge existieren? Mein Tipp: unter 10%. Und nicht alle davon sitzen im Büro und schaukeln sich die Eier. Auf Spargelfeldern oder in Schlachtbetrieben schuften sich die Leute ebenfalls ihren Körper bzw ihre Psyche kaputt, oft unter Umgehung von Mindestlohn und anderen Mindeststandards.
Zwangsprostitution und Zuhälterei ist ja bereits verboten, auch herrschen gewisse Anforderungen an die Arbeitssicherheit der Prostituierten. Dass diese Gesetze zu oft nicht eingehalten werden, ist ein trauriger Fakt, aber weitere Verbote werden das kaum verbessern.
Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die das Geld benötigen und sich deswegen freiwillig dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen. Verbietest du ihnen das, werden die finanziellen Sorgen, die zu dieser Entscheidung geführt hatten, nicht verschwinden - ganz im Gegenteil, werden sie vermutlich eher steigen.


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