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Hysterie (Politik)

Schleicheisen @, Anner Rur ohne "h", Donnerstag, 04.08.2022, 14:25 (vor 3 Tagen) @ Davja89

Passt doch in die aktuelle Hysterie die hier seit Monaten von allen Seiten verbreitet wird.

Originell- ich komme zu einer etwas anderen Einschätzung, eigentlich sogar zu der genau entgegen gesetzten :-) : mag ja sein dass die unter dem Druck der Ereignisse gefertigten Analysen aus dem Frühjahr dann nicht besonders treffsicher sind oder waren.

Für mich aber VIEL schwerwiegender was man an den neueren Vorgängen sehen kann: dass wir nämlich blauäugig wie nichts durch die letzten 30 Jahre gegangen sind.

Der Kalte Krieg ist vorbei, der Russe vielleicht ganz nett und das Gas billig, China ziemlich weit weg, kann man aber prima Geschäfte mit machen, eine gemeinsame Währung für Europa mit wirklich jedem Staat als Mitglied der irgendwie mitmachen will, gerne auch die unfassbar leichtlebigen Italiener oder Volkswirtschaften auf Drittweltniveau aber nun erstklassigem Rating:

Alles war super, man muss vor nichts Angst haben ausser dass das neue Auto vielleicht nicht schnell genug fertig wird oder man auf Malle am Pool keine Liege mehr abbekommt.

In DER Zeit haben wir unglaublich viel verschlafen und liegen gelassen und mit dem vielen Geld, was dabei liegen geblieben ist im Wesentlichen Unsinn angefangen.

Und nun ist nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Aufstieg Chinas die neue provisorische Weltordnung mal wieder in Bewegung geraten. Und dass das den einfachen Zeitungsleser erstaunt kann ich ja noch verstehen. Dass aber unsere politische Führung, sowohl die von "gestern" als auch die von heute, offenbar auch auf dem Niveau der Zeitungsanalyse hängen geblieben ist verunsichert mich tatsächlich ein bisschen.

Und wenn jetzt ENDLICH mal wieder ein bisschen nachgedacht wird finde ich es gar nicht schlimm wenn dabei das Eine oder Andere etwas überzeichnet daher kommt.

Das ist wohl das was Du mit "hysterisch" meinst.

Und ich bin auch nicht übertrieben sorgenvoll ob meiner oder "unserer aller" Zukunft- egal ob jetzt Klima-, Finanz-, Euro-; Banken-, China- oder Koreakrise, irgendwas wird schon schiefgehen, das scheint mir unausweichlich.

Und deshalb begrüsse ich jetzt sehr, wenn man wenigstens den Rest Zeit den man noch hat bis zum nächsten Fundamentalereignis nutzt um sich Gedanken über eine Strategie zu machen.

Das hat man aus meiner Sicht nämlich VIEL zu lange versäumt.

Und das finde ich nicht hysterisch sondern vernünftig ;-)


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