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der deutsche "Ich vertrage keine Zugluft" - Kult.... (Sonstiges)

Juper, Berlin, Dienstag, 23.06.2026, 22:02 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 1 Min.) @ Ballschieber007

Ich geh nur von der Familie/Bekanntenkreis/Arbeit aus, wo alles strikt getrennt wird, auf die Benutzung des E-Autos geachtet wird, Flugscham ein Thema ist und alle ihre Glühbirnen gegen LED ausgetauscht haben, noch bevor es keine Glühbirnen mehr gab. Nachhaltigkeit ist Teil der Corporate Identity und jeder gefahrene Kilometer muss im Konzernkonstrukt am Ende des Jahres nach oben gemeldet und am besten auch begründet werden inkl. des Durchschnittsverbrauchs, so dass man ein schlechtes Gewissen kriegt, wenn der 0,2l/100km höher ist als im Vorjahr. Dazu kommt noch das, was der BVB ständigt "vorlebt".


Das Interessante ist, dass dieses Klientel ihre Flugreisenn einschränkt oder darauf verzichtet, weil sie es können. Haben wahrscheinlich einen großen Garten oder können sich ein modernes, elektrisiertes Wohnmobil/Camper leisten, womit man dann 4 Wochen durch Skandinavien tuckelt. Aber die Kassierkraft vom Rewe, die vom angesparten Geld "billig" in die Türkei fliegt, ist, ich zitiere: "verachtenswert". stay classy!

Ich beobachte in meinem Umfeld aber eher wieder ein wachsendes Desinteresse am Klimaschutz.


Wenn die ganze Welt mitmachen würde, dann würde es auch in Deutschland eine große Zustimmung dafür geben, viele nehmen es aber eher so wahr, dass Deutschland der Vorreiter sein wollte und die anderen machen einfach weiter ihr Ding (was natürlich nicht ganz der Realität entsprach, aber seis drum). In etwas Vorreiter zu sein muss auch irgendwann dazu führen, dass die Menschen spüren, dass sie davon profitieren, wenn allerdings die Strompreise steigen, dann winken die Ersten ab. Dann verschwindet auch noch die Solarindustrie aus Deutschland, wo man Weltmarktführer und wirklich ein Vorreiter war. Dann brechen auf einmal Kriege aus, Preis steigen, dann rückt diese Thematik eben wieder schnell in den Hintergrund, obwohl es eigentlich die wichtigste aller Thematiken ist und so wie es ausschaut, wird man der auch nicht mehr her werden.
Du müsstest jetzt für etwas sehr viel Geld einsetzen, wovon nur die nachfolgenden Generationen in > 100 Jahren den Nutzen spüren würden, nur lebt da keiner von heute mehr, also kommt dann der Spruch mit der Sintflut ins Spiel...


Die Menschen haben es sich doch inzwischen redlich erarbeitet bei >40°C zugrunde zu gehen.


Noch dauert das ja etwas. Das Kernproblem Klimawandel ist nicht das Ziel, sondern der Weg: Innovationen werden selten durch das Ziel ausgebremst, sondern durch ein Zuviel an kleinteiligen Vorschriften auf dem Weg dorthin. Wenn Verbote zu detailliert vorschreiben, wie ein Problem gelöst werden muss, bremsen sie den Fortschritt. Unsere Berufspolitiker betreiben diesbezüglich einfach keine gute Politik! Es gibt so viele gute Ansätze, die Politik verliert sich jedoch in zu viel Klein-Klein. Vorreiter wirst du so nicht, eher unregierbar weil die Menschen es einfach Leid sind. Im Osten geht's bald los mit den Landtagswahlen, das gibt einen ersten Vorgeschmack auf das was da noch kommen wird.

Weil sie's leid sind oder einfach mehrheitlich dummes rechtes Asipack?


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