schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Ukrainekrise // Russland (Sonstiges)

pactum Trotmundense, Syburg, Freitag, 14.01.2022, 12:58 (vor 13 Tagen) @ Schleicheisen

Danke für den Artikel, ich fand ihn sehr sachlich und den Autor mit seinen Vorschlägen sehr vernünftig.

Vernünftig? Es ist ein Plädoyer dafür den Nachbarn Russlands mitzuteilen, dass sie selbst zusehen müssen wie sie mit ihrem Nachbarn klar kommen. Es erinnert in frappierender Weise an Chamberlains Appeasementpolitik. Es kann doch nicht ernsthaft eine Lösung sein, dass man Russland zugesteht souveräne Staaten als legitimes Eigentum zu betrachten, das nur aufgrund finsterer Mächte nicht in den eigenen Grenzen ist. Den Nachbarn von Russland steht es vollkommen zu sich seine eigenen Freunde zu suchen. Es liegt an der Politik Russlands, das man diese Freundschaft nicht bei Russland sucht.

Man ist auf Russland zugegangen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die Welt Billionen an Dollar Richtung Russland geschoben um zu helfen. Der Nord Stream 2-Vertrag z.B. kam zu Stande, weil Russland unter Jelzin riesige Schritte Richtung Demokratie und wertvoller Partner auf der Weltbühne machte. Auch Putin hat doch Anfangs wirklich gute Schritte getan, was den damaligen Bundeskanzler auch zu den Worten veranlasste ihn einen lupenreinen Demokraten zu nennen, was ihm heute im Rückblick gerne hämisch ausgelegt wird, weil wir auch alle damals in unseren Glaskugeln sehen konnten, was noch passieren würde.

Sicher, Putin war immer zwielichtig, wenn man seine Karriere betrachtet und auch sein Verhalten gegenüber Jelzin ab dem Tag der ersten Wahl Putins zum Präsidenten, war zu erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Aber der Westen konzentrierte sich leider auf den internationalen Terrorismus und hat dabei komplett vergessen Russland auf die Reise mitzunehmen. Russland war damals weder wirtschaftlich noch militärisch auch nur ansatzweise eine Weltmacht. Wirtschaftlich ist es das auch heute noch nicht, auch wenn man sich so aufführt. Ich glaube, wenn Bush junior Putin und damit den Russen das Gefühl gegeben hätte, dass man es als gleichwertig betrachtet, hätte sich Russland dem Westen immer stärker angenähert. Der Vorteil wäre gewesen, dass man China etwas entgegen zu setzen hätte. Es war doch klar, dass Russland nicht ewig am Boden liegen würde.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


883304 Einträge in 9922 Threads, 13091 registrierte Benutzer, 381 Benutzer online (66 registrierte, 315 Gäste) Forumszeit: 27.01.2022, 11:43
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln